Das Bienenjahr beginnt

Heute hat es das Thermometer bei uns in Laggenbeck fast bis an die 20 Grad Celsius geschafft. Die Natur explodiert förmlich bei dieser warmen Witterung und auch die Bienen werden auch immer aktiver.

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Beobachtet man die Aktivitäten am Flugloch, sind immer wieder auch Bienen mit Pollen an den Beinen zu sehen. Diese Kügelchen an den Beinen bezeichnen wir Imker als Pollenhöschen. Das die Bienen nun Pollen sammeln, ist ein sicheres Zeichen dafür, dass im Volk wieder frische Brut ist und das Volk nun wieder wächst.

Die Farbe der Pollen lässt übrigens einen Rückschluss darauf zu, welche Pflanzen gerade von den Bienen angeflogen werden. Dazu schaue ich in einen Pollenflugkalender und schaue, welche Pflanzen gerade blühen und diese Pollenfarbe haben. Informationen dazu könnt ihr zum Beispiel im Blühkalender der Seite honigmacher.de finden.

Backen mit Honig

Nachdem ich nun lange Zeit nichts mehr von mir habe hören lassen, finde ich nun endlich wieder Zeit, euch über mein Hobby die Imkerei zu unterrichten.

Heute möchte ich euch anhand eines Hefezopfes zeigen, wie gut man mit Honig backen kann.

Irgendwie hat mich nämlich der Ehrgeiz gepackt, den normalen Haushaltszucker beim Kochen und Backen weitestgehend durch den eigenen Honig ersetzen zu wollen.

Ich werde dazu nun hier immer wieder mal Back- und Kochergebnisse präsentieren und dabei berichten, auf welche Art und Weise ich den Zucker durch Honig ersetzt habe.

Als erstes habe ich mich inspiriert durch das vorweihnachtliche Mitbringsel eines Arbeitskollegens – auch auf diesem Wege nochmals vielen Dank an Michaels Frau! – an einen Hefezopf gewagt.

Kurz im Internet nach einem Rezept für Hefezopf mit Honig gesucht (anschließend noch nach einem Video zum Zopf flechten) und schon ging es los.

Die Hefe reagiert wunderbar mit dem Honig und sorgt für ein wunderbar fluffiges Ergebnis!

Ich werde zukünftig definitiv viel häufiger Honig zum Backen und Kochen einsetzen! Ganz sicher beim Brot backen oder zum Herstellen von Saucen, aber vielleicht auch zum Glasieren des Fleisches beim BBQ.

Die erste Honigernte 2018

Heute konnte ich den ersten Honig 2018 schleudern. Nachdem ich gestern die Rähmchen bei den Bienen herausgeholt hatte, folgten heute noch ein paar Arbeitsschritte, bevor der Honig fließen konnte.

1. Das Entdeckeln

Dabei werden mit einer Gabel die Wachsdeckel von den Waben mit dem fertigen Honig entfernt:

Honigrähmchen mit verdeckelten Waben

Entfernen der Wachsdeckel mit der Entdeckelungsgabel

Fertig entdeckeltes Honigrähmchen

2. Das Schleudern

Dabei wird mit Hilfe der Zentrifugalkraft der Honig aus den Waben gegen die Wand der Honigschleuder geworfen, läuft an der Wand hinunter und kann dann unten gezapft werden.

Honigrähmchen in der Schleuder

3. Das Zapfen und Sieben

Am Ende des Schleudervorgangs kann dann der Honig aus der Schleuder abgezapft werden. Um Verunreinigungen wie zum Beispiel Wachsreste zu entfernen, wird der Honig über 2 in Reihe angeordnete, feiner werdende Siebe gesiebt. Und zwar gesiebt und nicht gefiltert! Honig nach den Vorgaben des Deutschen Imkerbunds darf nicht gefiltert werden, da wertvolle Bestandteile wie Pollen im Honig verbleiben sollen. Ein wichtiger Unterschied zur industriellen Einheits-Massenware.

Öffnen des Zapfhahns an der Honigschleuder

Zum ersten Mal Rapshonig?

Nachdem meine Bienen und ich im letzten Jahr umgezogen sind, könnte ich in diesem Jahr zum ersten Mal Rapshonig ernten.

Meine Bienen in Münster stehen direkt neben einem Rapsfeld.

Da stehen die Chancen nicht schlecht, dass ich zum ersten Mal einen Sortenhonig haben werde.

Die Bienen tragen jedenfalls schon fleißig ein.

Und hier noch ein Foto von mir bei der Arbeit.

1. richtig warme Frühlingstag

Heute ist hier im Teutoburger Wald der erste richtig warme Frühlingstag mit Temperaturen über 20 Grad Celsius.

Nicht nur wir Menschen haben das Bedürfnis, bei dem warmen Wetter möglichst viel Zeit draußen zu verbringen.

Auch die Bienen zieht es aus dem Stock raus und fleißig werden Pollen und Nektar gesammelt.

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Endlich erwacht die Natur und überall beginnt es zu blühen.

Durch den Umzug meiner Bienen habe ich in diesem Jahr die große Chance, endlich mal Rapshonig zu ernten. Zumindest stehen meine Bienen direkt neben einem Rapsfeld.

Nachfüttern

Der Winter wird dieses Jahr seinem Namen gerecht und hält uns hier an den westlichen Ausläufern des Teutoburger Waldes immer noch mit Minusgraden im Griff.

Die Bienenvölker haben allerdings in ihren Kisten schon das neue Bienenjahr eingeläutet und die Königinnen sind in Eilage gegangen. Das heißt, dass nun wieder neue Bienen herangezogen werden und die Völker wieder wachsen. Damit ihnen dafür genug Energie zur Verfügung steht, muss kontrolliert werden, ob noch genügend Futter in den Völkern ist.

Da ich auf Nummer sicher gehen möchte, habe ich heute Futtersirup angemischt, um damit meine Völker nachzufüttern. Der Futtersirup besteht aus Zucker und Wasser im Verhältnis 3:2.

Diesen Sirup fülle ich in Futterrähmchen, die ich in die Bienenkisten gehangen habe. In die Flüssigkeit kommt zusätzlich Stroh als Ausstiegshilfe für die Bienen, damit keine im Sirup ertrinkt.

Wenn die Temperaturen demnächst hoffentlich die 10Grad-Celsius-Grenze überschreiten werden, werden die Bienen wieder ausfliegen und selber Futter sammeln können.

Ich bin da guter Hoffnung, dass die neuen Standorte ihren Teil dazu beitragen werden.

After the storm

Am letzten Donnerstag zog mit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 130km/h das Sturmtief Friederike über das Tecklenburger Land und Ibbenbüren hinweg.

Bäume knickten um, Dächer wurden beschädigt und ganz in der Nähe meines Arbeitsplatzes zerlegte es sogar eine Hochspannungs-Oberleitung, so dass die BAB30 vollgesperrt werden musste.

WDR-Staumeldung vom 18.01.2018

Natürlich machte ich mir da Sorgen, dass meine Bienenkästen durch den Sturm umgeworfen werden könnten oder anderen Schaden nehmen würden. Aber scheinbar hatte ich sie gut genug gesichert und die Bienen haben den Sturm gut überstanden.

Bienenbeute mit Sturmsicherung

p.s. Das Foto entstand schon vor dem Sturm unmittelbar nach dem Aufstellen der Beute. Die Ausflugsperre ist natürlich schon entfernt ;-)!

Die Hasel blüht

Auch bei Temperaturen nur knapp über dem Gefrierpunkt beginnt nun schon so früh im Jahr die Natur zu erwachen. Mit der Haselnuss erblüht die Fauna.

Bei den Temperaturen von weit unter 10 Grad Celsius sind natürlich noch keine Bienen unterwegs, aber später im Jahr, wenn die Temperaturen den Bienenflug erlauben, bietet die Haselnuss zumindest etwas Pollen.

Blühende Haselnuss

Umzug

In 2017 hat sich vieles in meinem Leben geändert und so kam es, dass ich im Frühjahr ins Tecklenburger Land gezogen bin.

Zum Glück hatte mich eine Schulfreundin aus Münster gefragt, ob ich nicht Bienen bei ihr hinstellen könnte, denn so hatte ich die benötigten Untersuchungen und Papiere frühzeitig in diesem Jahr besorgt. Ohne zu ahnen, wie umfangreich die Veränderungen in meinem Leben sein werden.

Nachdem ich also im Juni das erste Volk nach Münster bringen konnte, blieb das 2. Volk erst noch in Raesfeld und nun im Dezember konnte ich dieses endlich in meine neue Heimat nach Laggenbeck holen.

Hier in den Ausläufern des Teutoburger Waldes bzw. auf der Streuobstwiese meiner Schulfreundin in Münster hoffe ich, dass die Bienen mehr Nektar finden können, als in der von intensiver Landwirtschaft mit Mais und Gerste geprägten alten Heimat.

Blick auf die neue Heimat Laggenbeck

Winterbehandlung

Die Temperaturen in diesem Dezember waren endlich mal wieder nach meinem Geschmack! Nicht, dass ich die Temperaturen rund um den Gefrierpunkt sonderlich mag, aber die Bienen kommen bei diesen Temperaturen zur Ruhe und sammeln sich in einer Traube, um sich gegenseitig zu wärmen. Auf dem folgenden Bild habe ich versucht, das zu fotografieren.

Bienen in der Wintertraube

Wenn die Bienen eng an eng in der Traube sitzen, sind das ideale Bedingungen für die Winterbehandlung mit Oxalsäure gegen die Varroa-Milbe.

Die 3,5%ige-Oxalsäure wird von den Bienen aufgenommen und führt zu einer Übersäuerung des Bienenstoffwechsels. Die Bienen vertragen das in gewissen Grenzen. Die an den Bienen hängenden Milben vertragen dies aber nicht und lösen sich von ihrem Wirt und sterben infolge dessen ab.

Da die verwendete Oxalsäure zudem einen Zuckeranteil von 10% hat, wird dadurch der Putztrieb der Bienen angeregt und die Oxalsäure so zusätzlich von Biene zu Biene übertragen.

Die Winterbehandlung im Dezember ist gerade dadurch so erfolgreich, dass bei den kalten Temperaturen keine verdeckelten Brutwaben vorhanden sind, in denen sich die Milben verstecken könnten. Die Erfolgschancen, möglichst viele Milben zu erwischen, sind daher besonders hoch.