Umzug

In 2017 hat sich vieles in meinem Leben geändert und so kam es, dass ich im Frühjahr ins Tecklenburger Land gezogen bin.

Zum Glück hatte mich eine Schulfreundin aus Münster gefragt, ob ich nicht Bienen bei ihr hinstellen könnte, denn so hatte ich die benötigten Untersuchungen und Papiere frühzeitig in diesem Jahr besorgt. Ohne zu ahnen, wie umfangreich die Veränderungen in meinem Leben sein werden.

Nachdem ich also im Juni das erste Volk nach Münster bringen konnte, blieb das 2. Volk erst noch in Raesfeld und nun im Dezember konnte ich dieses endlich in meine neue Heimat nach Laggenbeck holen.

Hier in den Ausläufern des Teutoburger Waldes bzw. auf der Streuobstwiese meiner Schulfreundin in Münster hoffe ich, dass die Bienen mehr Nektar finden können, als in der von intensiver Landwirtschaft mit Mais und Gerste geprägten alten Heimat.

Blick auf die neue Heimat Laggenbeck

Winterbehandlung

Die Temperaturen in diesem Dezember waren endlich mal wieder nach meinem Geschmack! Nicht, dass ich die Temperaturen rund um den Gefrierpunkt sonderlich mag, aber die Bienen kommen bei diesen Temperaturen zur Ruhe und sammeln sich in einer Traube, um sich gegenseitig zu wärmen. Auf dem folgenden Bild habe ich versucht, das zu fotografieren.

Bienen in der Wintertraube

Wenn die Bienen eng an eng in der Traube sitzen, sind das ideale Bedingungen für die Winterbehandlung mit Oxalsäure gegen die Varroa-Milbe.

Die 3,5%ige-Oxalsäure wird von den Bienen aufgenommen und führt zu einer Übersäuerung des Bienenstoffwechsels. Die Bienen vertragen das in gewissen Grenzen. Die an den Bienen hängenden Milben vertragen dies aber nicht und lösen sich von ihrem Wirt und sterben infolge dessen ab.

Da die verwendete Oxalsäure zudem einen Zuckeranteil von 10% hat, wird dadurch der Putztrieb der Bienen angeregt und die Oxalsäure so zusätzlich von Biene zu Biene übertragen.

Die Winterbehandlung im Dezember ist gerade dadurch so erfolgreich, dass bei den kalten Temperaturen keine verdeckelten Brutwaben vorhanden sind, in denen sich die Milben verstecken könnten. Die Erfolgschancen, möglichst viele Milben zu erwischen, sind daher besonders hoch.