Ableger bilden

Da ich in diesem Jahr nur mit 2 Bienenvölkern starte, habe ich mich dazu entschieden, den bislang guten Start meiner schon recht starken Völker in den Frühling dazu zu nutzen, frühzeitig Ableger zu bilden.

Ich orientiere mich dabei an der sogenannten Ein-Waben-Ableger-Methode bzw. dem Sammelableger.

Während ich zuhause nur eine Brutwabe und eine Futterwabe aus dem Wirtschaftsvolk entnommen habe, habe ich an meinem Standort in der Baumschule zwei Brutwaben entnommen, damit ich sowohl bald schlüpfende als auch noch ganz frische Brut für die Königinnennachzucht in dem Ableger habe. Zuhause hatte ich das Glück, dass beides auf einer Wabe vorhanden war.

Futterwabe mit Winterfutter
Brutwabe mit verdeckelter Brut
Wabe mit Futter und frischer Brut (leider nicht auf dem Foto erkennbar)303

Honigraum aufsetzen

Nachdem ich eine erste Durchsicht gewagt hatte, habe ich mich pünktlich zur Kirschblüte dazu entschlossen, den Honigraum auf das Volk bei uns zuhause aufzusetzen.

Die Kirschblüte zeigt den Zeitpunkt an, zu dem die erste nutzbare Tracht (ausreichende Nektarmenge) für die Bienen durch die Obstblüte zur Verfügung steht. In diesem Jahr konnten meine Bienen zuhause aber davon profitieren, dass wir viele warme Tage im März hatten und die Weide und die verbliebenen Gründüngerflächen (Raps) bereits ein reiches Futterangebot boten.

Dementsprechend gab es auch schon den ersten frisch verdeckelten Honig im Volk. Diesen habe ich allerdings nicht geerntet, um das Volk erstmal zu voller Stärke wachsen zu lassen.

Erster frisch verdeckelter Honig
Durchsicht des Brutraums

Etwas Sorge macht mir, dass es zu einem Versorgungsloch für die Bienen zwischen der Obstblüte im Frühjahr und der Blüte von Kastanie und Linde im Juni kommen wird. Die dann eigentlich blühenden Wiesen und insbesondere der Löwenzahn sind in der intensiv genutzten Umgebung leider nur sehr schwer zu finden.

Aufsetzen des Honigraums