Wenn der Schnittlauch blühen darf

Wenn der Schnittlauch blühen darf, sind seine Blüten ein großer Magnet für die Bienen!

Es wäre also sehr schön, wenn ihr in euren Kräutergärten den Schnittlauch ruhig einmal bis zur Blüte kommen lassen würdet! Dann das Gesumme und Gebrumme anschauen zu können, lohnt sich!

Hier ein paar Bilder zum Beweis, die ich heute Morgen spontan im Kräuterbeet geknipst habe:

Beinwell 

Bei uns neben der Terasse stehen mehrere Beinwellpflanzen. Laut der Internetseite die-Honigmacher.de liefert Beinwell nur mäßig Nektar und geringe Pollenmengen. Allerdings blüht er von Mai bis August. Die Pflanze ist sehr ausdauernd und breitet sich wie Unkraut aus.

Aufgrund der zahlreichen blau-violetten Blüten ist diese mehrjährige Pflanze aber dennoch ein optischer Hingucker, der sehr gut von Bienen und Hummeln angeflogen wird!

Hummel an Beinwellblüte
Biene an Beinwellblüte

Erfolgreich bestäubt

Kurz vor Ostern war ich in unserem Garten auf Fotosafari und hatte Fotos von den Blüten an den Beerensträuchern und den Birnenbäumchen gemacht.

Birne
Johannisbeere
Johannisbeere
Stachelbeere

Am 30.4. konnte ich dann bei einem weiteren Rundgang im Garten feststellen, dass erfolgreich bestäubt wurde ;-)!

Stachelbeeren
Johannisbeeren
Birne

Futterkranzprobe 

Da ich in diesem Jahr einen Teil meiner Bienenvölker aus dem Kreis Borken heraus bewegen werde, bin ich gerade dabei, die dafür erforderlichen Unterlagen zusammenzustellen.
Als ersten Schritt hat ein Bienensachverständiger eine sogenannte Futterkranzprobe aus meinen Bienenvölkern gezogen. Bei dieser werden mindestens 50g Futterwaben inklusive eingetragenem Honig aus dem Randbereich der Futterwaben entnommen.
Diese entnommene Probe wird nun zu einem zertifizierten Institut geschickt, welches diese auf die Sporen der amerikanischen Faulbrut untersuchen wird.
Sollte bei dieser Untersuchung keine Sporen festgestellt werden, kann ich damit zum zuständigen Veterinäramt gehen und ein Gesundheitszeugnis für meinen Bienenstand beantragen. Sollten Sporen nachgewiesen werden, wird das Ergebnis direkt vom Institut an den zuständigen Veterinär gemeldet!
Aus diesem Grund muss die entsprechende Veterinärsamtsnummer von mir bei der eingesendeten Probe mit angegeben werden.
Das Gesundheitszeugnis ist Pflicht, wenn man als Imker die Grenzen des eigenen Veterinäramtsbezirkes – in meinem Fall die des Landkreises Borken – verlassen möchte.
Aufgrund von Seuchen wie der Faulbrut ist es auch so wichtig, dass die Bienenstände ordnungsgemäß bei der Tierseuchenkasse gemeldet sind!

Bienenflug am Flugloch