Nicht nur Nektar!

Wer glaubt, dass Bienen nur Nektar sammeln, um daraus Honig zu machen, der liegt verkehrt.

Wie die Ameisen auf dem Bild sammeln Bienen nämlich auch die zuckerhaltigen Ausscheidungen von Blattläusen – den sogenannten Honigtau.

  
Insbesondere wenn im Sommer Fichten und Tannen von Blattläusen befallen sind, können die Bienen dort besonders viel Honigtau sammeln.

Dafür lohnt sich die Arbeit 

  

Nach dem Schleudern gestern Abend konnten wir heute die ersten Gläser abfüllen.

Diese Frühtracht ist herrlich süß und trotzdem kein Einheitsbrei aus der Quetschflasche.

Da weiß man doch wieder, wofür man sich das ganze Jahr die Arbeit macht.

Der erste Honig 2015

Heute war es endlich soweit. Wir konnten heute den ersten Honig ernten und schleudern.

Um den Honig ernten zu können, muss er trocken genug sein. Wenn der Honig trocken genug ist, spritzt er nicht mehr aus den Zellen, wenn man das Rähmchen schüttelt, bzw. die Bienen verdeckeln die Honigzellen.

Bevor wir den Honig aus den Zellen heraus schleudern können, müssen wir die verschlossenen Honigzellen öffnen. Wir nutzen dafür eine sogenannte Entdeckelungsgabel, um die Wachsdeckel abzuheben.

   
 

Dabei gleiten die Spitzen der Gabel knapp unter die Deckel und heben sie ab. So bleibt der meiste Honig in den Zellen und kann dann ausgeschleudert werden.

Wir nutzen zum Ausschleudern eine sogenannte 4-Waben-Tangentialschleuder. „Tangential“, da die 4 Rähmchen tangential zum Drehkreis angeordnet sind.

 
Beim Schleudern wird der Honig gegen die Außenwand geschleudert, läuft daran runter und kann unten an der Schleuder abgezapft werden.

Wir lassen den Honig von dort aus auf ein Doppelsieb laufen, auf dem Rückstände wie zum Beispiel Wachs ausgesiebt werden.

  

Aus dem Behälter unter den Sieben werden wir morgen dann den sauberen Honig abfüllen.

Den ersten Honig 2015. Gesammelt von unseren Bienen in Erle.