Erinnert ihr euch noch?

  Dieses Foto hatte ich am 24.4. gemacht.

Und nun, einen Monat später?

  So einfach zeigt sich die Bedeutung der Honigbienen und ihrer Verwandten für unsere Nahrung.

Es dauert nicht mehr lang

 Am letzten Donnerstag hatte ich unsere Völker durchgeschaut und insbesondere ein Auge in die Honigräume geworfen.

Bei einem Volk sah es schon recht vielversprechend aus und ein Großteil der Rähmchen im Honigraum war schon zur Hälfte verdeckelt. 

Das bedeutet, dass der Honig in den Waben reif ist und bevorratet werden kann.

Allerdings war noch zu viel frischer (feuchter) unverdeckekter Honig dabei. Dieser hat noch einen zu hohen Wassergehalt und würde nach der Ernte schlecht werden und gären.

Nach den letzten Tagen mit Regenwetter könnte es sein, dass die Bienen beim Innendienst den Honig getrocknet haben und wir ihn jetzt ernten können.

Etwas wird der Honig allerdings noch warten müssen, da erst einmal unser Familienzuwachs und die Mama zuhause ankommen müssen.

Um euch die Zeit etwas zu verkürzen ein paar Fotos von heute Mittag. Hummeln an unseren Beinwell-Pflanzen.

     

Vatertag bei den Bienen

Zugegebenermaßen sind die Bilder, die ich euch heute vorstelle, schon gestern entstanden. Auf den Bildern könnt ihr beobachten, wie Drohnenbrut schlüpft.

schlüpfende Drohnen 1
schlüpfende Drohnen 1

Waben mit Drohnenbrut erkennt ihr daran, dass die Waben mit einem Buckel verdeckelt sind, während die Waben mit Arbeiterinnenbrut glatt verdeckelt ist. Außerdem sind die Waben für die Drohnen etwas größer als die anderen Zellen, die für die Honigeinlagerung, den Pollen oder die Arbeiterinnenbrut genutzt werden.

schlüpfende Drohnen 2
schlüpfende Drohnen 2

Drohnenwaben bauen die Bienen dort im Stock, wo Ihnen vom Imker keine Vorgaben für den Wabenbau gemacht wurden. Setzt der Imker Rähmchen mit eingelöteten Mittelwänden ein, dann bauen die Bienen auf dem Muster auf, dass auf den Mittelwänden aus Wachs oder Plastik eingedruckt wurde. Am Rand dieser Mittelwände oder unter- oder oberhalb von Rähmchen, nutzen die Bienen die Möglichkeiten zur freien Entfaltung und bauen dort als sogenannten Wildbau weitere Zellen und dann ganz besonders gerne Drohnenzellen.

Bei der Behandlung gegen die Varroamilbe nutzt der Imker den Umstand, dass die Drohnenzellen am meisten von der Milbe befallen werden. Ab Ende April setzt der Imker je nach Witterung ein Rähmchen ohne Mittelwand in die Bienenkiste, um den Bienen besonders viel Platz für die Drohnenzellen anzubieten. Nach einer Woche wird ein zweites Rähmchen ohne Mittelwand eingesetzt und kontrolliert, ob im ersten leeren Rähmchen schon Drohnenzellen und -brut angelegt wurde. Ist dies der Fall, dann wird nach einer weiteren Woche das erste Rähmchen mit der dann verdeckelten Drohnenbrut entnommen. In den verdeckelten Zellen befinden sich nämlich nicht nur die künftigen Drohnen, sondern auch besonders viele neue Milben.

Dadurch, dass der Imker nun die noch verdeckelte Drohnenbrut entnimmt, schöpft er auch eine große Menge Varroamilben ab, die sonst sein Volk weiter schwächen würden. Die Kehrseite dieser Behandlung ist allerdings, dass dadurch natürlich auch die in den Zellen befindliche Drohnenbrut vernichtet wird.

Drohnen für den Erhalt des Volkes haben die Bienen allerdings immer noch an den oben beschriebenen Stellen im Volk nachgezogen.

Bei dem Drohnenrähmchen, welches ich gestern fotografiert habe, war ich für die Varroabehandlung allerdings etwas zu spät dran. Die Drohnen knabberten sich schon aus ihren Zellen und schlüpften gerade, als ich kontrollieren wollte.

schlüpfende Drohnen und Brut
schlüpfende Drohnen und Brut

Auf dem letzten Bild könnt ihr neben den gerade schlüpfenden Drohnen auch noch unverdeckelte Brut im unteren Bildbereich sehen. Die Larven liegen aufgerollt im Futtersaft und sobald sie groß genug sind, werden die Arbeiterinnen auch diese Zellen verdeckeln.

Wie immer könnt ihr euch die Bilder vergrößert angucken, wenn ihr auf die Bilder klickt.

Euch allen noch einen sonnigen Vatertag!

Biene zum Anfassen

Heute war ich mal wieder an unseren Bienen. Die Kontrolle der Drohnenrähmchen und der Schwarmneigung standen an – und natürlich wirft man dabei auch schon einmal einen Blick in die oberste Etage der Beute, um zu kontrollieren, ob schon Honig eingetragen wurde.

Zu den Drohnenrähmchen werde ich die Tage noch einen separaten Eintrag verfassen und auch zur Schwarmneigung werde ich bei gegebenen Anlass noch etwas schreiben. Aber heute soll etwas anderes im Vordergrund stehen.

Heute hatte ich das Glück, dass ich ein Drohnenrähmchen aus einem Volk genommen habe, aus dem gerade Drohnen schlüpften. Für die, die es noch nicht wissen, als Drohnen bezeichnet man die männlichen Bienen, die für das Volk keinen anderen Sinn haben, als sich mit einer Königin zu paaren und dann drauf zu gehen. Diese Taugenichtse für den Alltag werden deshalb auch von den fleißigen Arbeiterinnen vor dem Winter aus dem Volk vertrieben.

Die Drohnen tragen keinen Nektar oder Pollen ein, putzen nicht die Waben, schwitzen kein Wachs aus und beteiligen sich nicht an der Verteidigung des Volkes. Für letztgenanntes haben die Drohnen aber zumindest eine Ausrede. Im Gegensatz zu ihren weiblichen Artgenossen haben sie nämlich keinen Stachel.

Diesen Umstand habe ich mir heute zu Nutzen gemacht, um euch eine Drohne mal aus der Nähe zeigen zu können. Ich habe eine frisch geschlüpfte Drohne auf meine Hand laufen lassen und sie dann vor die Kamera gehalten. Das Resultat seht ihr hier (für eine größere Ansicht einfach das Bild anklicken):

Drohne von oben
Drohne von oben
Drohne von vorne
Drohne von vorne
Drohne von der Seite
Drohne von der Seite

Wie ihr an den Bildern sicherlich gut erkennen könnt, haben Drohnen ein leicht zu erkennendes Merkmal. Sie haben nämlich im Gegensatz zu den weiblichen Bienen große Facettenaugen, die denen einer Fliege recht ähnlich sehen. Neben einer Arbeiterin fällt zudem auf, dass die männliche Biene etwas größer ist.

Im nächsten Beitrag habe ich dann noch ganz besondere Aufnahmen aus dem Bienenvolk für euch. Ein Blick in den Drohnen-Kreißsaal.

Summen und Brummen im Kastanienbaum

Gestern Abend habe ich mir die Zeit genommen und bin an unserem Kastanienbaum auf Fotopirsch gegangen. Das Summen und Brummen klang einfach zu verlockend in meinen Ohren.

Viele Blüten sind schon von Insekten besucht worden und ihre Mitte hat sich schon rosarot verfärbt. Bei genauem Hinsehen kann man sogar auf den Bildern die enstehenden Früchte erkennen.

Auf dem ersten Foto ist der „Rüssel“ der Biene gut zu erkennen. (Um das Bild vergrößert anzuschauen einfach anklicken 😉 )

Biene beim Nektarsammeln in einer Kastanienblüte
Biene beim Nektarsammeln in einer Kastanienblüte

Trotz des Windes und der dadurch wackelnden Blätter konnte ich mit unserer alten Minolta Dimage Z3 ein paar nette Bilder schießen. Schön kann man auf dem nächsten Bild die Fühler der Biene erkennen.

Biene beim Nektarsammeln an eine Kastanienblüte mit Pollen am Körper
Biene beim Nektarsammeln an einer Kastanienblüte mit Pollen am Körper
Hummel beim Nektarsammeln an einer Kastanienblüte
Hummel beim Nektarsammeln an einer Kastanienblüte

Kastanienblüte Teil 1

Unsere Rosskastanie in voller Blüte
Unsere Rosskastanie in voller Blüte
Die Rosskastanie in unserem Garten
Die Rosskastanie in unserem Garten

Die Rosskastanie in unserem Garten ist mittlerweile in voller Blüte. Es ist wunderbar abends einfach ruhig unter dem Baum zu stehen und dem Summen der Bienen und Hummeln zu lauschen.

Die Rosskastanie ist für uns ein Zeichen, wann bei uns in der Gegend die sogenannte Frühtracht vorbei ist und zum ersten Mal Honig geerntet wird. Sobald sie verblüht ist, werden wir bei unseren Völkern ernten.

Übrigens, die Blüte der Rosskastanie färbt sich in der Mitte rosa bis rot nachdem sie bestäubt wurde.

Bestäubte Bestäuberin

Nahaufnahme einer Biene auf einem Löwenzahn mit Pollenhöschen von hinen
Nahaufnahme einer Biene auf einem Löwenzahn mit Pollenhöschen von hinen
Nahaufnahme einer Biene auf einem Löwenzahn mit Pollenhöschen von der Seite
Nahaufnahme einer Biene auf einem Löwenzahn mit Pollenhöschen von der Seite

Ich habe heute die feiertägliche Mittagsruhe genutzt und bin in unserem Garten auf Fotopirsch gegangen. Der dort blühende Garten ist derzeit Zielgebiet unserer Bienen. Dort sammeln die fleißigen Flugbienen reichlich Nektar und die auf dem Bild zu sehende Biene Pollen.

Bei den beiden Aufnahmen kann man ziemlich gut die sogenannten Pollenhöschen an den Hinterbeinen erkennen. Dort an ihrem Körper sammelt die Biene den Pollen und fliegt mit ihm zurück zu ihrem Volk.

Ebenfalls gut zu erkennen ist die für den Löwenzahn typische orange Farbe des Pollens.

Bestäubte Bestäuberin
Bestäubte Bestäuberin

Wenn ihr dieses Bild öffnet könnt ihr gut erkennen, dass die Biene überall am Körper feine Härchen hat, an dem der Pollen hängen bleibt. Die Biene wird von der Blüte am ganzen Körper bestäubt und trägt als bestäubte Bestäuberin den Pollen von Blüte zur Blüte.