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Honigernte – Spättracht

Am letzten Mittwoch konnten wir wieder Honig ernten. Während der Lindenblüte konnten die Bienen so einiges an Nektar eintragen und in Münster-Amelsbüren haben sie sich auch fleißig an der dort angelegten Blumenwiese bedient.

Biene in der Wildblumenwiese

Die Bienen haben das kältere Wetter der Tage zuvor genutzt und haben den eingetragenen Nektar zu Honig weiterverarbeitet. Sie trocknen den Nektar und wenn der Wassergehalt gering genug ist, verdeckeln die Bienen die vollen Honigwaben mit einem Wachsdeckel.

Rähmchen mit verdeckelten Honigwaben

Diese Wachsdeckel müssen zuerst entfernt werden, bevor der Honig aus den Waben raus geschleudert werden kann. Dafür nutzen wir eine Entdeckelungsgabel. Mit den Stiften der Gabel gehen wir unter die Wachsdeckel und heben sie von den Waben ab. Wie das geht, seht ihr in folgendem Video:

Entdeckeln von Honigwaben mit einer Entdeckelungswabe

Die Rähmchen mit den entdeckelten Honigwaben werden dann in die Honigschleuder gestellt und mit Hilfe der Zentrifugalkraft wird dort der Honig aus den Waben geschleudert.

Honigrähmchen in der Honigschleuder

Wir benutzen übrigens eine 4-Waben-Tangential-Schleuder. Das bedeutet, dass wir 4 Waben gleichzeitig in die Schleuder stellen können. Die Rähmchen sind dabei parallel zur Außenwand angeordnet. Wir müssen dabei darauf achten, dass die gegenüberliegenden Rähmchen möglichst gleich schwer sind, damit es keine Unwucht gibt, wenn die Rähmchen geschleudert werden.

Und wenn dann der Honig aus den Rähmchen gegen die Wand der Schleuder zentrifugiert wurde, der Honig runtergelaufen ist und sich am Boden gesammelt hat, kann der Ablasshahn geöffnet werden und der Honig fließt aus der Schleuder über ein grobes und ein feines Sieb in einen Eimer. Honig nach den Regeln des Deutschen Imkerbundes wird übrigens nur gesiebt und niemals gefiltert! Ganz im Gegensatz zum Mischhonig unbekannter Herkunft (aus EG- und Nicht-EG-Länder)!

Honig fließt aus der Schleuder auf die Siebe

Diesmal ist der Honig ziemlich hell und sehr flüssig. Das und natürlich die Jahreszeit deuten darauf hin, dass ziemlich viel Lindenblüten-Nektar in diesem Honig enthalten ist.

Wir hoffen, wir konnten euch wieder etwas über unser Hobby Imkerei vermitteln. Sollte euch der Beitrag gefallen haben, freuen wir uns natürlich über jeden Kommentar. Schreibt uns, wenn ihr Fragen habt oder mehr wissen wollt! Und ansonsten gilt natürlich wieder: Bitte teilt unseren Beitrag oder „liked“ unseren Beitrag 😉

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